Neurone - ZNS

Computer-Spiele

Medizin & Gehirn

PC-Spiele - Gewalt

Kein Versteck

"Während Dr. Cohens Gruppe damit ringt, wie Leute eine Entscheidungen treffen, nutzen Klaus Mathiak, von der Universität Tübingen, in Deutschland und seine Kollegen fMRI, um die Effekte zu studieren, die bestimmte Art der Entscheidung auf die Gehirntätigkeit hat. Speziell betrachtet die Mannschaft, was in den Köpfen von engagierten Videospiel Spielern während der gewalttätigen Handlungen ('soziale Interaktion') innerhalb eines Spiels vor sich geht. Dr. Mathiak hatte 13 Spieler angeworben, die Computer-Spiele im Durchschnitt 20 Stunden in der Woche spielen. Während die Spieler den Feind aus der relativen Unannehmlichkeit des Inneren eines Scanners anpirschten und schossen, zeichneten die Forscher die Ereignisse in ihren Gehirnen auf.

"Während die Spieler sich einem gewalttätigen Treffen näherten, wurde der Teil ihres Gehirns, der Anterior Cingulate Cortex genannt wird, aktiv. Dieser Bereich ist mit Aggressionen in weniger fiktiven Szenarien assoziiert und ebenso mit der nachgelagerten Unterdrückung von positiveren Gefühlen, wie Empathie, verbunden. Dr. Mathiak bemerkte, daß die Antworten in den Spielern folglich auffallend den neuralen Korrelaten eines realen Angriffs entsprechen. Wie er es darstellt, 'Im Widerspruch zu dem was die Industrie sagt, scheint es mehr als nur ein Spiel zu sein'." [Übersetzung: No hiding place; The Economist, Oct 28th, 2004]

Gehirn - Video-Spiele

In Richtung der Gehirnkorrelate des natürlichen Verhaltens

"Moderne PC-Spiele stellen in hohem Grade eine fortgeschrittene virtuelle Simulationen der Wirklichkeit dar und enthalten häufig virtuelle Gewalttätigkeit. Bei einer signifikanten Anzahl von jungen Männern, ist das Spielen von Videospielen eine alltägliche Tätigkeit und stellt ein fast natürliches Verhalten dar. Aufnahmen der Gehirnaktivierung mit funktioneller Kernspintomographie (fMRI) während des Spiels, können neuronale Korrelate des tatsächlichen Verhaltens im realen Leben reflektieren. Wir haben 13 erfahrene Spieler (18-26 Jahre; im Durchschnitt 14 Stunden pro Woche spielend), während des Spielen eines gewalttätigen First-Person-Shooter (ein gewalttätiges Computerspiel, gespielt aus der Eigenperspektive) aufgezeichnet […]."

"Die Inhaltsanalyse des Bildschirmes und des Tones mit 100 ms Zeitauflösung erzielte relevante Verhaltensvariablen. Diese Variablen erklärten bedeutende Signalabweichung über große verteilte Netzwerke. Das Auftreten der gewalttätigen Szenen deckte bedeutende neuronale Korrelate in einem Ereignis bezogenen Design auf. Aktivierung des dorsalen und Deaktivierung des Rostralen Anterior Cingulate und der Amygdala kennzeichneten das mittlere frontale Muster, das auf virtuelle Gewalttätigkeit bezogen wurde. Statistiken und Effektgrößen können als groß gelten, bezogen auf diese Bereich. Optimierte Aufnahme-Strategien ließen die Analyse einzelner Probanden und Versuche mit guter Bildqualität der basalen Gehirnstrukturen zu. Wir schlagen vor, daß virtuelle Umgebungen benutzt werden können, um die neuronalen Prozesse zu studieren, die beteiligt sind in dem halb-natürlichen Verhalten, das durch die Inhaltsanalyse bestimmt wird. Wesentlich ist, dass das Aktivierungsmuster Gehirn-Umgebungs Interaktionen widerspiegelt, anstatt nur Reizantworten, was in den klassischen experimentellen Designs zu beobachten ist. Wir beziehen unsere Entdeckungen auf die allgemeine Diskussion der Sozialeffekte des Spielens von First-Person-Shooter Spielen. " [Übersetzung: Toward brain correlates of natural behavior: fMRI during violent video games. Mathiak K, Weber R.; Human Brain Mapping, 2006]

Brutale Videospiele festigen Verhaltensmuster

aus "Kinder und Soziale Kommunikationsmittel: eine Herausforderung für die Erziehung"

"Das menschliche Gehirn reagiert auf virtuelle Gewaltdarstellungen genauso, wie es auf reale Gewalt reagiert. Wie ein Forscherteam der Universtät Aachen in einer Untersuchung herausfand, sorgt eine Gewaltsimulation dafür, dass kognitive Teile des Gehirns aktiviert und emotionale Teile abgeschaltet werden. Genau die gleiche Reaktion des Gehirns lässt sich bei echten Gewaltakten feststellen, zitiert BBC News die Studie.

Das Team der Universität Aachen ließ für die Studie 13 Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren etwa zwei Stunden täglich Videospiele spielen. Während der Zeit waren die Probanden an Messgeräte angeschlossen, welche die Gehirnaktivitäten aufzeichneten. Die Forscher kontrollierten die Signale und beobachteten, wie sich die Hirnaktivitäten während des Spiels veränderten. "Das regelmäßige Spielen von Videospielen könnte bestimmte Abläufe im Gehirn festigen", so Niels Birbaumer von der Universität Tübingen. "Wenn ein regelmäßiger Spieler dann mit realer Gewalt konfrontiert wird, kann es passieren, dass er solch ein verfestigtes Verhaltensmuster anwendet und eher dazu geneigt ist, aggressiv zu reagieren."

Quelle:Silke Welteroth | Quelle: pressetext.deutschland - Weitere Informationen: www.ukaachen.de


Rund um die Themen Windows, Internet und Spiele gibt es hier einige nützliche Informationen: Windows & Internet — Tipps & Tricks — von Anwendern für Anwender.

Siehe auch weitere Untersuchungen (MRI und Soziale Studien) zum Thema Gewalt PC & Video Games auf Englisch.