Neurone - ZNS

Künstliche Intelligenz

Medizin & Gehirn

Künstliche Intelligenz

"Künstliche Intelligenz" oder "KI" bezeichnet den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden. Der Begriff ist insofern problematisch, da es weder eine brauchbare Definition von Intelligenz noch ein Messverfahren zur Quantisierung gibt. Die sogenannten Intelligenztests sind im Sinne einer Metatheorie mehr als umstritten.

Oftmals wird mit "Künstliche Intelligenz" auch eine effektvoll nachgeahmte, vorgetäuschte Intelligenz bezeichnet, insbesondere bei Computerspielen, die durch Algorithmen kognitive Fähigkeiten simulieren.

 

Turing Test

Theorie der Modelle

In der Wissenschaft wird immer wieder mit formalisierten Modellen gearbeitet. Ein Modell ist aber per Definition ein unvollständiges Abbild der Wirklichkeit. Wie verhält es sich nun mit Modellen von lebenden Organismen?

Zitat: "Der Mathematiker (und einer der Begründer der Informatik) M. R. Turing gab darauf eine überraschende Antwort. Er machte darauf aufmerksam, dass der Bau einer Maschine, die mit genügender Exaktheit das Verhalten eines lebenden Organismus imitiert, ein Beweis dafür sei, dass das imitierte Verhalten exakt beschrieben wurde. Danach sei die Existenz der Maschine ein Test für die Genauigkeit der Beschreibung von Verhaltensweisen: 'Man kann nicht erwarten, dass eine Maschine etwas simulieren kann, was niemals beschrieben wurde. Sie lässt sich nur für solche Aspekte des Verhaltens verantwortlich machen, die ein Beobachter aufgezeichnet hat.' Es geht also nicht mehr um die Frage, ob Organismen Maschinen sind oder nicht, … , sondern nur noch darum, ob und wieweit eine Maschine als Modell brauchbar ist, um bestimmte Verhaltensweisen lebender Wesen zu simulieren."
[S. 44; Thure von Uexküll: Lehrbuch der psychosomatischen Medizin: München, Wien, Baltimore: Urban und Schwarzenberg, 1979]

Turing entwarf auf Grund dieses Dilemmas eine Art Praxistest (den Turing-Test), um auch ohne eine exakte Beschreibung, von dem was Intelligenz ist, intelligente Maschinen zu bauen.

Turing-Test

Der Turing-Test ist ein Test, der prüfen soll, ob eine Maschine die Fähigkeit besitzt intelligentes Verhalten zu demonstrieren, welches äquivalent zu bzw. nicht unterscheidbar von, dem Verhalten eines tatsächlichen Menschen ist. Der Test überprüft nicht die Fähigkeit, die richtige Antwort zu geben, er prüft, wie eng die Antwort einer typisch menschlichen Antwort ähnelt. Dazu wird das "Gespräch" auf einen reinen Text-Kanal, wie einer Computer-Tastatur und Bildschirm begrenzt, so dass das Ergebnis ist nicht abhängig von der Fähigkeit der Maschine ist, Wörter bzw. Texte als Sprache bzw. Audiodaten wiederzugeben.

Der Test läuft dann so ab, dass eine menschliche Person A Interaktionen (Gespräch, Schach, etc.) mit mehreren "Kandidaten" führt. Einige dieser sind Menschen, andere Computer. Am Ende muss die Person A sich entscheiden, welcher der Kandidaten Computer bzw. Menschen waren. Hält die Person A den Computer für einen Menschen, so gilt der Turing-Test bestanden.

Alan Turing beschrieb diesen Test in seiner Veröffentlichung "Computing Machinery and Intelligence" im Jahr 1950.

 


Der lange Weg von der Entwurfsphase bis zur Dokumentation eines Programms — und wie bestimmte Aussagen während der Software-Entwicklung zu interpretieren sind.

 

Es war lange Zeit ein Dogma, das Neuronen im Gehirn sich nicht mehr teilen können. Jetzt nicht mehr:

Neurogenese im menschlichen Hippocampus des Erwachsenen

Die Genese neuer Zellen, einschließlich Neuronen, ist im menschlichen Gehirn des Erwachsenen noch nicht demonstriert worden. Diese Studie wurde durchgeführt, um zu untersuchen, ob Neurogenese im menschlichen Gehirn des Erwachsenen stattfindet, und zwar in jenen Regionen, die zuvor als neurogen in ausgewachsenen Nagetieren und Affen identifiziert wurden.

Menschliches Gehirngewebe wurde postmortal von ehemaligen Patienten bezogen, die mit dem Thymidin-Analogon Bromodeoxyuridin (BrdU) behandelt worden waren, das DNA während der S-Phase markiert. Durch immuno-fluoreszierende Markierungen für BrdU und für einen der neuronalen Marker NeuN, Calbindin oder Neuron spezifische Enolase (NSE), zeigen wir, dass neue Neuronen, wie durch diese Markierungen definiert, von sich teilenden Vorläuferzellen im Gyrus Dentate des Erwachsenen erzeugt werden. Unsere Resultate belegen weiterhin,dass der menschliche Hippocampus seine Fähigkeit behält, Neurone während des ganzen Lebens zu erzeugen. [Übersetzung von: Eriksson PS, Perfilieva E, Bjork-Eriksson T, Alborn AM, Nordborg C, Peterson DA, Gage FH.; Nature Medicine 1998 Nov;4(11)]

 

Wissenschaft | Forschung

ars auditus » Gehör und Hören | Psychoakustik (Universität Wuppertal)

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Hier gibt es noch das Protokoll einer Physikprüfung an der Universität von Kopenhagen, die einen etwas ungewöhnlichen Verlauf nahm.